Transkulturelle Vielfalt

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Women for Women

Geflüchtete Frauen unterscheiden sich - was ihre Gesundheitsversorgung angeht - in ihren Bedürfnissen vielfach von Männern. Beispiele für solche Unterschiede sind, dass geflüchtete Frauen häufig geschlechtsspezifische Traumatisierungen erfahren haben und die fehlende Kinderbetreuung den Zugang zu medizinischer Versorgung erschwert. Mehr zur Thematik und zu den an der Charité initiierten Projekten.

Interprofessionelles Netzwerk für interkulturelle Kompetenzen

Pilotprojekt  "Aufbau eines interprofessionellen Netzwerks für interkulturelle Kompetenzen" in der Charité.

Die Charité ist aufgrund ihres niedrigschwelligen Zugangs meist eine erste Anlaufstelle insbesondere für Personen, die mit dem Gesundheitssystem weniger vertraut sind als die Einheimischen. Dies bedeutet für nationale/internationale Charité-Fachkräfte, sich auf die Bedürfnisse von Menschen mit Migrationshintergrund und von Patient_innen aus dem Ausland einzustellen, und dafür die vorhandenen personellen Ressourcen aus aller Welt zu nutzen.

Im September 2014 startete das einjährige Pilotprojekt zum Aufbau eines interprofessionellen Netzwerkes für interkulturelle Kompetenzen in der Charité unter der Leitung von Prof. Dr. Jalid Sehouli (Charité), Dr. Emine Nese Yüksel (Berliner Gesellschaft türkischer Mediziner e.V.), Prof. Dr. Theda Borde (Alice Salomon Hochschule Berlin) und Zeki Caglar (Prosystemische Beratung). Ausgewählte Mitarbeiter_innen aus den beteiligten Abteilungen des CharitéCentrum 17 werden in 7 Modulen zu "Beauftragten für interkulturelle Fragen (BfiF)" geschult. Sie werden nach dem Training eine Brückenfunktion zwischen dem Personal und den Patient_innen, zwischen den Fachkräften, dem Personal und den Angehörigen einnehmen, um sie in interkulturellen Fragen zu unterstützen und sie miteinander zu vernetzen. 
 
Kontaktperson ist Herr Zeki Caglar (Prosystemische Beratung): zeki.caglar(at)prosystemisch.de

Frau Marquardt präsentiert in der Netzwerksitzung  am 18.01.2016 die Ergebnisse  der Pilotschulung zum  "Aufbau eines interkulturellen Netzwerks für interkulturelle Kompetenzen"


"Integration durch Qualifizierung" ein gemeinsames Projekt von Charité und Vivantes

 

SpraBo bietet Menschen, die Interesse an einer

pflegerischen Tätigkeit haben, einen ersten Einblick in das weite Feld der Pflegeberufe.

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung" zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab.

IPIKA - InterProfessionelles und InterKulturelles Arbeiten

Im Projekt "IPIKA - InterProfessionelles und InterKulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst" sollen interprofessionelle sowie interkulturelle Lerneinheiten für die Berufsgruppen Medizin, Pflege und Sozialdienst der Charité entwickelt, erprobt, evaluiert und nachhaltig in das Weiterbildungs- und Fortbildungsangebot der Gesundheitsakademie der Charité und der Alice Salomon Hochschule (ASH) implementiert werden. Weitere Infos zum IPIKA

Information zum Förderprogramm "Operation Team" der Robert-Bosch-Stiftung


Interkulturelle Migrations- und Versorgungsforschung

Die Migrationsforschung stellt einen Teil der Versorgungsforschung dar, die sich mit kulturellen Aspekten der Prävalenz, Ätiologie, Pathogenese, Symptomatologie, Therapie, Nachsorge und Prävention psychischer Krankheiten bei Menschen mit Migrationshintergrund aus verschiedenen kulturellen Kontexten beschäftigt. Sie untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede psychischer Erkrankungen in verschiedenen Kulturkreisen. Denn dem Mikrozensus 2012 zufolge lebten 2011 rund 16 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, die ca. 20 % der Gesamtbevölkerung ausmachen (Statistisches Bundesamt 2011).


Vietnamesische Ambulanz am Campus Benjamin Franklin

Spezialsprechstunde für vietnamesische Migranten
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité am Campus Benjamin Franklin bietet seit 2010 eine ambulante muttersprachlich vietnamesische psychiatrische Beratung und Diagnostik an. Spezielle Zielgruppe dieser Spezialsprechstunde sind Menschen mit einem vietnamesischsprachigen Hintergrund, insbesondere solche mit noch nicht ausreichenden deutschen Sprachkenntnissen oder Berührungsängsten mit dem deutschen Psychiatriesystem.


Expression V Studie

Berliner Umfrage bei Patientinnen mit Eierstock, Eileiter-, Bauchfell- oder Brustkrebs - Erwartungen und Wünsche von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund zu Therapiemanagement und Arzt-Patientinnen-Kommunikation.

In der Medizin spielt das Thema Migration eine ganz besondere Rolle. Hierbei geht es insbesondere um die Arzt-Patienten- und Pflege-Patienten-Kommunikation, die die Grundlage aller medizinischen Maßnahmen ist. Dieses Verhältnis ist die Basis einer vertrauensvollen Beziehung und hat entscheidenden Einfluss auf die Compliance bei den notwendigen medizinischen Maßnahmen. Trotz der Tatsache, dass dieses Thema von entscheidender Relevanz ist, liegen bisher nur absolut ungenügende Daten in der Wissenschaft vor, die die Erwartungen und Erfahrungen von Frauen mit Migrationshintergrund reflektieren. 

Der Brustkrebs und der Eierstockkrebs gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen mit den schwierigsten Behandlungsmöglichkeiten, so dass die Frauenklinik Campus Virchow-Klinikum gemeinsam mit dem Charité Comprehensive Cancer Center in Kooperation mit den Vivantes Kliniken und NOGGO e.V.  in dem Pilotprojekt erstmals in Deutschland überhaupt Frauen mit Migrationshintergrund zu den Erwartungen an das Behandlungsmanagement befragen möchte. 

Links zum Thema

Projektbeschreibung: Expression V Studie

Sie möchten an der Studie teilnehmen? Hier gehts zur Online Umfrage http://www.expression5.net